Wohnquartier am Tempelhofer Feld
Bebauung des Tempelhofer Feldes wurde 2014 per Volksentscheid mit 68,2% abgelehnt (ThF-Gesetz). Grüne verteidigen das Bauverbot konsequent. CDU/SPD fordern wiederholt Randbebauung, scheitern aber am Gesetz.
Bebauung des Tempelhofer Feldes wurde 2014 per Volksentscheid mit 68,2% abgelehnt (ThF-Gesetz). Grüne verteidigen das Bauverbot konsequent. CDU/SPD fordern wiederholt Randbebauung, scheitern aber am Gesetz.
450 Wohnungen in Prenzlauer Berg. Grüne fordern soziales und ökologisches Konzept. Nachverdichtungsprojekt seit Jahren durch wechselnde Auflagen und Bürgerproteste verzögert (VIII-0498).
Ursprünglich 10.000 Wohnungen geplant, durch Rot-Rot-Grün auf 6.000 reduziert nach massivem Anwohnerprotest. Projekt in aktiver Planung, Baubeginn frühestens 2030. Wettbewerb 2025 entschieden (Studio RW).
Geplantes Bürohochhaus in Halensee. DIE LINKE fordert per BVV-Beschluss "B-Plan stoppen" und stattdessen Wohnungsbau. SPD verzögert mit Anforderungen für Wind- und Bodengutachten (Drucksachen 0782/6, 0823/6, 0820/6).
Signa-Bauprojekt am Kurfürstendamm. DIE LINKE fordert per zwei Beschlüssen den Stopp des Bebauungsplans: "Bebauungsplan von Signa am Kurfürstendamm stoppen!" (0698/6) und "Arbeit am Bebauungsplan sofort einstellen!" (0373/6).
Verlängerung der Veränderungssperre (Bau-Freeze) für das Grundstück Wiesbadener Straße 51 in Wilmersdorf (0461/6). SPD-Fraktion versucht den Bebauungsplan voranzutreiben (0830/6), wird aber durch die Sperre blockiert.
DIE LINKE lehnt kommerziellen Stadionneubau im Olympiapark per BVV-Beschluss ab: "Kein kommerzieller Stadionneubau im Olympiapark!" (0106/6). Stadtentwicklungsprojekt blockiert.
Fraktionsübergreifender Beschluss von Linke, CDU und Grünen: "Nein zur Nachverdichtung der grünen Innenhöfe im Schlosspark-Kiez, Fällung von 36 Bäumen verhindern" (IX-0584). Bereits 2023 forderte die AfD per Dringlichkeitsantrag "Keine Nachverdichtung im Schlosspark-Kiez, auch nicht mit Sonderbaurecht!" (IX-0582).
CDU-Antrag "Alte Schäferei: Erst Verkehrslösung, dann Neubauvorhaben" (IX-0656). Wohnungsneubau in Französisch Buchholz wird durch Bedingung einer vorherigen Verkehrslösung verzögert. Bebauungsplan 3-99 wurde erst ein Jahr später aufgestellt.
Linke-Verordneter fordert per Bürgerantrag "Sicherung der Wohn- und Lebensqualität bei Nachverdichtungsvorhaben der GESOBAU AG in Pankow" (VIII-0846). Nachverdichtungsprojekte der landeseigenen GESOBAU werden durch politischen Widerstand verzögert.
DIE LINKE fordert per Resolution "Bebauungsplan von Signa am Hermannplatz stoppen" und Rückgabe des Planungsrechts an den Bezirk (DS/0962/VI). Zweiter Beschluss: "U-Bahn-Kreuz am Hermannplatz vor Schadensrisiko schützen" (DS/0772/VI).
Gleich drei Bebauungsplanverfahren an der Mühlenstraße (V-83-1, V-83-2, V-83-3) und weitere am Spreeufer wurden 2024 offiziell eingestellt — "Keine Einleitung der Bebauungsplanverfahren".
Plattenbau mit 105 Wohnungen steht seit Jahren überwiegend leer. Investor Arcadia Estates plant Abriss, Ersatzneubau-Pläne sind vage. DIE LINKE fordert per BVV-Beschluss den Abriss zu stoppen (1626/VI). Gerichte stärken Mieterrechte: "Eine Wohnung ist kein Aktienpaket."
Bayer AG reißt ca. 140 günstige Wohnungen (unter 6€/m²) in der Tegeler/Fennstraße ab für Pharma-Erweiterung ("Boston an der Spree", 320 Mio. €). Kein Ersatzwohnungsbau geplant. DIE LINKE fordert wiederholt den Stopp (0191/VI, 1549/VI). Kündigungen an letzte 22 Mietparteien im Januar 2025.
DIE LINKE: "Stoppt SIGNAs Bebauungsplanverfahren!" (1186/VI). Antrag zur Einstellung des Signa-Bauprojekts im Bezirk Mitte.
DIE LINKE: "Hermannplatz für alle! Karstadtneubau der Signa Gruppe verhindern!" (0563/XXI). Große Anfrage und Beschlussempfehlung gegen den Signa-Neubau am Hermannplatz auf Neuköllner Seite.
CDU-Antrag: "Bebauungspläne am Blockdammweg und der Köpenicker Chaussee: Festsetzung nur mit besserem ÖPNV" (DS/1690/IX). Wohnungsneubau wird an Infrastruktur-Bedingung gekoppelt.
SPD und CDU gemeinsam: Einstellung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens 7-72VE für Hauptstraße 162/Willmanndamm 22 (1204/XX).
AfD-Beschlussempfehlung: "Keine Nachverdichtung von Wohngebieten durch Baugenehmigungen nach § 34 BauGB" (IX/0066). Grundsätzliche Ablehnung von Verdichtung in bestehenden Wohngebieten.
DIE LINKE: "Innenhöfe schützen – Bebauungsplanverfahren und Veränderungssperre für Grünfläche Lily-Braun-Straße/Gölzower Straße/Ernst-Bloch-Straße" (1227/IX). Nachverdichtung wird durch Sperre blockiert.
DIE LINKE hinterfragt per Anfrage die verkehrspolitische Machbarkeit des Bauvorhabens Schlossstraße 23 (63 Wohnungen + Kita + Tiefgarage). Verkehrliche Bedenken verzögern das Projekt (2898/XXI).
Geplanter Mietwohnungsbau auf bezirkseigenem Grundstück Bernauer Straße 138. Projekt wird durch Altlastensanierung blockiert — Kosten verhindern Fördermittelzugang. BVV-Beschluss fordert Bebauung (1488/XXI).
Großes Neubaugebiet mit tausenden geplanten Wohnungen. Bezirksamt hat im Juli 2024 den Beschluss zum Bebauungsplan 6-30 aufgehoben (1092/VI), was die Planungsgrundlage entzieht. AfD-Antrag zur Sicherung des Baustarts wurde abgelehnt (0832/VI).
Geplante Umwandlung des Steglitzer Kreisels in Wohnungen durch die Adler Group. Projekt komplett gestoppt — Grüne fragen per Großer Anfrage: "Kommen noch Wohnungen im Kreisel?" (1641/VI). Investor hat Bauarbeiten eingestellt.
CDU initiiert Veränderungssperre (Bau-Moratorium) für den Kiez Frankfurter Allee Süd, um eingehende Bauanträge und Vorbescheide zurückzuhalten, während ein Masterplan (B-Plan 11-176) erarbeitet wird. Einstimmig beschlossen (16/0/0). HOWOGE-Nachverdichtungsprojekte betroffen (DS/1485/IX).
Gewobag plant 375 Wohnungen als Abriss-Neubau an der Hohensaatener Straße 18. Massiver Anwohnerprotest und wiederholte Einwohneranfragen in der BVV (u.a. "Was können wir unternehmen, um das Bauvorhaben zu stoppen?"). Baugenehmigung erteilt, aber politischer Druck verzögert den Baubeginn.
DIE LINKE thematisiert per BVV-Anfrage den Leerstand in Luckeweg 31, 33, 35 und 37 in Marienfelde. Eigentümer hat Abriss- und Neubauplanung auf unbestimmte Zeit verschoben. Bestehende Wohnungen stehen leer statt vermietet zu werden.
Auf dem Gelände der ehemaligen Nervenklinik in Falkenhagener Feld waren 700 Wohnungen geplant. Degewo zog 2021 den Vorschlag zurück — Bezirk befürchtet Verschärfung sozialer Probleme durch isolierte Siedlung, mangelnde ÖPNV-Anbindung.
Größtes Neubauprojekt Spandaus: 13.250 Wohnungen in Hakenfelde/Haselhorst. Massiv verzögert durch fehlende ÖPNV-Anbindung. Land Berlin hat Planungshoheit vom Bezirk übernommen.
Auf dem ehemaligen Güterbahnhof Pankow sollen 2.000 Wohnungen entstehen. Nach fast zwei Jahrzehnten Verhandlungen wurden erst im März 2025 die städtebaulichen Verträge unterzeichnet. Baubeginn frühestens 2027.
Auf 70 Hektar in Blankenfelde sollen 5.000 Wohnungen entstehen. Massiver Widerstand der Anwohner, die ein "zweites Märkisches Viertel" befürchten. Baubeginn der ersten Einheiten für 2026 geplant.
237 Wohnungen der HOWOGE im Ilsekiez Karlshorst. Verwaltungsgericht hat Bau gestoppt — BUND klagt wegen Artenschutz (Haussperlinge, Zwergfledermäuse). Ca. 100 Bäume müssten gefällt werden.
Großes Stadtquartier-Projekt zwischen Hertabrücke und Karl-Marx-Straße. Vier Projektgesellschaften haben im Juli 2024 Insolvenz angemeldet. Öffentliches Versorgungswerk hat sich dabei verspekuliert.
Bis zu 1.000 Wohnungen in einem 167m-Hochhaus an der Warschauer Brücke geplant. Senat hat dem Bezirk die Planungshoheit entzogen wegen "erheblicher Beeinträchtigung dringender Gesamtinteressen Berlins". Artenschutz-Bedenken.
Ca. 450 Wohnungen (200 Sozialwohnungen) am historischen Molkenmarkt geplant. Baubeginn auf 2029 verschoben, Bezug frühestens 2032. Initiative kritisiert Verzögerungen und Intransparenz.
Auf dem Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik sollen 600 Wohnungen entstehen. Bürgerinitiative wehrt sich gegen das Projekt.
Gesobau-Grundstück in Biesdorf: Bezirksbürgermeister bot dem Bausenator das Grundstück an, obwohl die BVV den Neubau abgelehnt hatte. Anwohner fühlen sich "von der Politik hintergangen". Linke/SPD/Grüne kritisieren die Entscheidung.
225 Wohnungen an der Pallasstraße/Gleditschstraße im Winterfeldt-Kiez geplant. Bezirksamt blockiert wegen Bauhöhe (6 Stockwerke). Anwohner protestieren aus Angst vor Gentrifizierung.
250 Wohnungen an der Dessauerstraße 37 in Lankwitz geplant. Die Baugrube wurde ausgehoben und dann verlassen. Unvollständige Baugenehmigungen und Planungsblockade des Bezirks führten zum Projektabbruch.
Auf der ehemaligen NVA-Kaserne in Rahnsdorf sollen 450 Wohnungen entstehen. Bürgerverein will den "Lost Place" retten. Altlastenproblematik und Anwohnerprotest. Baubeginn frühestens Anfang 2030er.
Auf dem Gelände des ehemaligen Sport- und Erholungszentrums (SEZ) in Friedrichshain sollen 680 Wohnungen entstehen. Bezirksamt stoppte den Abriss im November 2024 wegen Artenschutz — Zwergfledermäuse nisten im Gebäude.
300 Wohnungen am Schifffahrtskanal in Neukölln. Investor Ziegert/Incept GmbH meldete im März 2025 Insolvenz an. Britischer Investor Archer Global hat übernommen, Projekt liegt auf Eis.
Ca. 270 Wohnungen am Goslarer Ufer in Charlottenburg. Ziegert/Incept-Insolvenz im März 2025 stoppt das Projekt. Archer Global (UK) übernimmt, Zukunft unklar.
Deutschlands größter Vermieter Vonovia hat den Baustart für 1.500 Wohnungen in Berlin auf unbestimmte Zeit verschoben. Grund: Inflation, steigende Zinsen und Baukosten. Auch 2024 kein Neubau-Start.
350+ Wohnungen in 4 Türmen (10-15 Stockwerke) am Helene-Weigel-Platz in Marzahn-Süd. Anwohnerinitiative sammelte 2.000+ Unterschriften. Forderung: erst Infrastruktur (Schulen, Kitas, Ärzte), dann bauen.
Ca. 900 Wohnungen in Neukölln. Bürgerinitiative 'Rettet die Buckower Felder' sammelte 5.500 Unterschriften und erzwang Bürgerentscheid. Senat übernahm Planungshoheit um den Volksentscheid zu umgehen.
Im Schumacher Quartier (ehem. Flughafen Tegel) sind 5.000 Wohnungen geplant. Die Autobahn GmbH fordert größeren Abstand zum A111-Tunnel — 570 Wohnungen sind dadurch gefährdet.
Auf dem Zentralen Festplatz an der Grenze Wedding/Reinickendorf sollten 2.000 landeseigene Wohnungen entstehen. Bürgermeisterin Giffey (SPD) stoppte das Großprojekt 2023.
Wohnprojekt auf der Eiswerder-Insel (ehem. Königliche Pulverfabrik) in Spandau. 204 Eigentumswohnungen geplant. Markt für Eigentumswohnungen brach 2023 zusammen, unter 30% verkauft. Entwickler-Website offline.
600 Wohnungen im Bau, 300 weitere geplant in Reinickendorf-Wittenau. Baustopp weil die geplante Münchhausen-Grundschule im Sparhaushalt 2025 gestrichen wurde — nicht genug Schulplätze für die neuen Bewohner.
HOWOGE plant ca. 1.000 Wohnungen an der Gehrenseestraße in Alt-Hohenschönhausen. Bebauungsplan-Verfahren nicht abgeschlossen — Baubeginn auf Oktober 2028 verschoben.
Großprojekt von Gewobag, Gesobau und HOWOGE am Gehrensee in Lichtenberg. 1.240 Wohnungen geplant. Baustopp wegen geschützter Krötenarten (Knoblauchkröte, Wechselkröte) auf dem Gelände.
150 Wohnungen in Hellersdorf. Baustelle steht seit 4 Jahren still wegen Rechtsstreit. BGH entschied 2024 zugunsten von Gesobau, Wiederaufnahme geplant.
420 Wohnungen in Friedrichshain nahe Mercedes-Benz-Arena. Türkischer Investor Mikare Real Estate meldete 2023 Insolvenz an (240 Mio. € Schulden). Neue Investoren (Red Square, Arrow Global) bauen weiter, massive Verzögerung.
Ca. 100 bezahlbare Mietwohnungen in Alt-Treptow. Bezirksamt Treptow-Köpenick lehnte den Bauantrag ZWEIMAL ab — angeblich ungesunde Wohnverhältnisse. Senat genehmigte schließlich nach Einspruch.
Dieses Projekt sammelt und visualisiert blockierte, verzögerte und abgelehnte Neubauprojekte in Berlin. Ziel ist es, Transparenz darüber zu schaffen, welche politischen Akteure auf Bezirksebene den Wohnungsbau bremsen — und wo dringend benötigter Wohnraum nicht entsteht.